Ziel des Wettbewerbs ist die Umsetzung von künstlerischen Projekten, die
sich auf kritische und reflexive Weise mit dem Begriff Freiheit und seinem Gegenüber - der Utopie - auseinandersetzen. Der lokalpatriotische Bedeutungsüberhang, der dem Wort "Freiheit" in Österreich im Jahr 2005 anhaftet, soll aufgebrochen und ein Raum zu neuerlicher Auseinandersetzung geschaffen werden.
Jenseits staatlich verordneter Gedenk- und Repräsentationskultur verstehen wir uns als Basis, die einerseits die Befragung prekär gewordener Begrifflichkeiten vorantreibt und andererseits die konkrete Umsetzung künstlerischer Vorhaben ermöglicht.
In der Durchführung des Wettbewerbs sehen wir die Chance einer gezielten projektorientierten Förderung der sogenannten "freien" Kunst- und Kulturszene und - zumindest für die Dauer der Umsetzung der entstehenden Arbeiten -
die Schaffung von akzeptablen Arbeitsbedingungen für die teilnehmenden KünstlerInnen.
Ein weiteres Anliegen ist die Sichtbarmachung von künstlerischen Positionen jenseits der üblichen Museumskultur in der Öffentlichkeit.
Für die Umsetzung und Präsentation der eingereichten Arbeiten steht daher ein Gesamtvolumen von € 100.000,- zur Verfügung.
Aus diesem Grund werden u. a. in der online-Ausgabe der Tageszeitung
Der Standard bis zum Ende des Jahres wöchentlich wechselnde KünstlerInnenportraits erscheinen, die den TeilnehmerInnen des Wettbewerbs die Möglichkeit bieten, sich selbst und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.