Außer Konkurrenz: Sabine OTT
[top]
Anette BALDAUF / Dorit MARGREITER: Der Gruen Effekt
Zehn Jahre lang hatte Victor Gruen mit seinem internationalen Architektenstab an der Realisierung seiner Vision gearbeitet: Im Kontext des florierenden Nachkriegsamerikas hatte er eine utopische Stadt entworfen, die die Einlösung von Demokratie, Partizipation und Freiheit versprach; das zum Bau introvertierte Mini-Universum sollte verlorene gesellschaftliche Werte, urbane Dichte und Konzentration wiederherstellen und die bröselnde Sozialstruktur festigen.
In der Architektur beschreibt der „Gruen-Effekt“ jenen Sog, der Einkaufende durch attraktives Design von Verkaufsräumen dazu bringt, zielgerichtetes Einkaufen aufzugeben und sich in Shopping und Flanerie zu verlieren.
In Anlehnung an dieses Konzept rekonstruiert das Projekt „Der Gruen Effekt“ das Verhältnis zwischen sozialistischer Utopie und amerikanischem Traum; das Projekt fokussiert auf eine Serie an Lokalitäten, und versucht über deren visuelle Analyse die kontext-spezifische Relevanz von Gruens Interventionen zu diskutieren.
[top]Anna CEEH: MURMANSK 333
FREIHEIT NICHT VON----FREIHEIT DURCH---
DIE TERRITORIEN---AUSLOTTEN---QUASI-REALITÄTEN---
NEUE REALITÄTEN---
ST.PETERSBURG(RU)---MOSKAU(RU)---KALININGRAD(RU)---LESNOJE(RU)---TALLINN(EE)---PALDISKI(EE)---PÄRNU(EE)---RIGA(LV)---LEMBERG(UA)---IVANO FRANKIVSK(UA)---KOLOMYA(UA)---KIEV(UA)---LOVOZERO(RU)---NIKEL(RU)---MURMANSK(RU)
VIDEO: ANNA CEEH
SOUND: PARK MODERN, VLADIVOSTOK (RU)
[top]Emanuel DANESCH / David Rych: Konturen einer Heimat
Im Jahr 1859 fanden erstmals Tiroler Siedler im Bundesstaat Espirito Santo in Brasilien eine neue Heimat.
Beinahe 150 Jahre hatte das „Dorf Tirol“ in einer bisher relativ hermetischen Form überdauert- eine Zeitfolge geschichtsweisender Spannungen und Transformationen im alten Europa.
In Bildeindrücken und Interviews wird die utopische Ambivalenz vermittelt, die sich in der Situation autarker Kolonien als Gefäße konservierter Kultur fort trägt und der Begriff einer verbindenden Kultur hinterfragt.
Sondervorführung am 04.11. um 19:15 im Kino der Fotogalerie
[top]Ines DOUJAK/Antke ENGEL: 2white4you
Freiheit ist keine abstrakte politische Idee, sondern vollzieht sich in konkreten Praxen - nicht selten unter gewaltförmigen Bedingungen. Demnach sind Gewalt und Freiheit keine Antipoden, etwa in dem Sinne, dass Freiheit angesichts der Gewalt zur Utopie wird oder nur dann als Freiheit gelten kann, wenn sie die Gewalt bezwungen hat. Was also bedeutet es, die bestehenden rassistischen und sexistischen Verhältnisse als Einsatzorte der Freiheit anzusehen? Wie lässt sich auf die Gewalt dieser Verhältnisse verweisen und doch darauf bestehen, nicht ausschließlich die Verletzungen, sondern auch die Handlungsmächtigkeit zu thematisieren, die nichtsdestotrotz beansprucht wird?
[...]
Don’t let your colors fade into white!
[top]Eva EGERMANN: Nach der Freiheit ...
Das Projekt geht der Frage nach, welche Ideen Antrieb und Motor von Widerständigkeit sind. In Interviews mit AktivistInnen des antifaschistischen Widerstandes werden Fragen über Herrschaft und Aufbegehren thematisiert und in Beziehung gesetzt zu dem Alltag in einem gegenwärtig neoliberalen und scheinbar alternativlosen System. Wie schreiben sich hegemoniale Diskurse in den öffentlichen Raum und das öffentliche Gedächtnis ein? Mit Denkmälern meinen wir zumeist Monumente der Herrschaft wie Reiterstandbilder, Triumphbögen, Siegessäulen und eben Kriegerdenkmäler. Nur einige wenige sind Erinnerungszeichen des Widerstandes, wie etwa jenes des slowenischen Widerstandes am Peršmanhof in Eisenkappel oder die Gedenkstätte an den Freiheitskampf zwischen Sonnenstudio und Videothek in der Salztorgasse 6 in Wien.
[top]Andreas Fogarasi: A ist der Name für ein Modell
Der Titel des Buches "A ist der Name für ein Modell / Étrangement proche" zitiert im ersten Teil Max Frischs Vorbemerkung zu seinem Bühnenstück "Andorra", in dem dieser den Namen Andorra verwendet, um einen imaginären Ort zur Verhandlung von Nationalismus und Antisemitismus zu entwerfen. "Étrangement proche" ("Befremdlich nahe") ist der aktuelle Tourismusslogan von Andorra, der Plakate und Fernsehspots begleitet, mit denen für einen Besuch im "Land der Prinzen" geworben wird.
Andorra liegt zwar innerhalb der Schengengrenzen und hat 2002 den Euro als offizielles Zahlungsmittel eingeführt, ist aber nicht Mitglied der EU. Dank der durch beinahe vollständige Steuerfreiheit niedrigen Preise boomt der Einkaufstourismus und der noch zu Mitte des vorigen Jahrhunderts relativ arme, vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Staat ist zu einem attraktiven "Einwanderungsland" für steuerflüchtige Westeuropäer geworden.
Das Buch versammelt Materialien zu Andorra, die aber nicht so sehr über den tatsächlichen Ort erzählen, sondern Fragen nach einer aktuellen Rolle des Nationalstaates, seiner Aufgaben und Repräsentionen stellt, die modellhaft zum Beispiel auf den Ort des Betrachters / der Betrachterin bezogen werden können.
[top]Dominik HRUZA: Žilina
Žilina/Zsolna/Sillein/Żylina
eine Dokumentation über eine Kleinstadt der Nordslowakei, in der etwas genannt, Globalisierung mehrere tausend Arbeitsplätze schafft, eine längst global vernetzte Kulturszene existiert und in der man 600 Jahre Baugeschichte mit einem Spaziergang erleben kann. Jede Menge Fotos, einige Interviews und ein Zeitungsprojekt, das hoffentlich bis Ausstellungsbeginn fertig sein wird.
Eine Arbeit über gelebte Utopie, soziale Realität und die "Freiheit des Individuums die Luft begrenzt anzuhalten".
[top]id:dev: Utopische Identitäten / Identitäts-Utopien
Die Projektgruppe id:dev (identity development) eignet sich unterschiedliche Identitäten an, die je nach Bedarf genutzt werden.
So bietet eine Agentur als Dienstleistung Identitäts(re-)design an und ermöglicht damit Optimierung von Identitäten. Auf der anderen Seite steht eine KünstlerInnengruppe, die die Arbeit der Agentur kritisiert und gegen derartige Entwicklungen ankämpft.
So kommt es zu einem Zusammentreffen der beiden Gruppen, wo die zwei Utopien einer geforderte Freiheit innerhalb von Identitätskonstruktionen auf der einen, die einer wirtschaftliche Verwertbarkeit derselben auf der anderen Seite, gegenübergestellt werden.
www.iddev.org
[top]Susanne JIRKUFF / Leon KOFFI: Black Vienna
Eine Reihe von Interviews mit Afrikanern in Wien
Das Projekt dokumentiert biographische und persönliche Erfahrungen und Vorstellungen.
Uns interessiert, was den einzelnen dazu bewogen hat, hierher nach Europa bzw. nach Wien zu kommen, seine / ihre 'Utopie’, auch von Freiheit und vom 'frei sein' von bestimmten Umstaenden. Dadurch, dass sich der Rassismus in Oesterreich in den letzten Jahren wieder verstaerkt hat, stellt sich natuerlich auch die Frage, inwieweit 'unsere' demokratisch verankerte Freiheit fuer jemanden mit dunkler Hautfarbe verfuegbar ist, vor allem im oeffentlichen Raum.
Vor allem soll der Schwerpunkt jedoch auf den Traeumen und der Idee des besseren Lebens liegen, ob es nun pragmatische Ueberlegungen einer fundierteren Ausbildung sind oder die idealisierten Vorstellungen vom reichen Europa, in dem jeder eine Chance auf Wohlstand hat.
Obwohl eine Kommentierung der politischen Situation fast unweigerlich ist, liegt der Schwerpunkt darauf, Geschichten, Ideen und Zufällen auf die Spur zu kommen und gerade dadurch, einer Pauschalierung zu entgehen.
Wir möchten uns bei unseren Interviewpartnern bedanken:
| Kalu O. (Nigeria) |
Agnes A. (Uganda) |
Norbert T. (Cote d’Ivoire)
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| Ramatoulaye S. (Niger) |
Dr. Marcel I. (Nigeria) |
Sama T. (Togo)
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| Yolande K. (Cote d’Ivoire) |
Guy F. N. (Kamerun) |
Aore E. B. (Cote d’Ivoire)
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| Mara (Senegal) |
Bukasa T. (Kongo) |
Diaka C. (Guinea) |
[top]Das Ernst Kirchweger Haus
Entgegen der Utopie, dem nicht existierenden Ort, steht das Ernst Kirchweger Haus mitten in Favoriten. Ist kein Ideal, grau aus Stein und die NutzerInnen versuchen im Zusammenleben der „Praxis der Theorie“ zu begegnen. Das Haus, eine Spielwiese, ein Experimentierfeld, eine Leuchtpistole zur Vermittlung derselben, um ein revolutionär werden, anzuregen. Eine Strategie in diesem Prozess ist (Wieder-)Aneignung. Vor gut 15 Jahren wurde es besetzt, her mit dem leeren Haus in der Wielandgasse, unser Leben wollen wir selbst bestimmen! und so steht es heute noch dort – in Selbstverwaltung und Selbstorganisation.
Treten sie ein – „so weil jede Wunschposition wie winzig sie auch immer sie sei, etwas an sich hat, das die herrschende Ordnung einer Gesellschaft in Frage stellt:“ – wir haben eine Wunschmaschine für sie gebaut – „nicht, dass der Wunsch nicht gesellschaftlich sei, im Gegenteil. Aber er ist umstürzlerisch; keine Wunschmaschine, die nicht ganze gesellschaftliche Sektoren in die Luft jagte.“ (in Zusammenarbeit mit den Herren Gilles Deleuxe und Felix Guattari)
Konzept: Thomas Knall und Lilo Reissert
Umsetzung: EKH AG
[top]Jens KASTNER/Max HINDERER: Das Ulama Projekt
Ulama war das Ballspiel der Maya. Ein auf seine architektonische Grundform reduziertes Spielfeld soll auf dem Heldenplatz aufgestellt werden, zwischen Ballhausplatz und Völkerkundemuseum. Der Ballhausplatz hat seinen Namen von dem schon 1520 im Zentrum Wiens errichteten Ballhaus, in dem sich Hof und Adel dem sogenannten „Schädelspiel“ hingaben. Dem kolonialistischen Mythos nach wurden die Ulama-Spieler nach Beendigung des Spiels den Göttern geopfert. Die geplante „Verlegung“ des Spielfeldes an den für Österreich so gesichtsträchtigen Ort verweist auf den zugewiesenen Nicht-Ort (Utopie) der Anderen und auf die Verpflichtung gegenüber der Geschichte, die jede „Freiheit“ einzulösen hat.
[top]Manoa Free University: (Heterotopologie, ähem.)

Letzte Woche sind uns zwei Sägen kaputt gegangen; mittlerweile ist das Laminat trotzdem verlegt. In den nächsten Tagen wird es einen Segelausflug und weitere Treffen und Veranstaltungen geben, ausserdem sichern wir das Logbuch. Heterotopien sind nichts neues, hatten wir auch schon mal, aber jetzt haben wir einen Raum, eine Freie Uni Mahagoni. - "Gewissermaßen einen Ort ausserhalb der Orte, wiewohl er tatsächlich geortet werden kann: c/o Anatomiegebäude, Anton von Webernplatz 1, 1030 Wien. Mal schauen, wie es weitergeht. I told you these were unprotected waters.
weitere Informationen
[top]Republik ÖSTERREICH: basistunnel.loiblpass
Durch die bewusste Selbststilisierung zum „ersten Opfer der Nationalsozialisten“ entzog sich die Republik Österreich jahrzehntelang ihrer historischen und moralischen Verantwortung gegenüber den tatsächlichen NS-Opfern.
Das soll sich nun, 60 Jahre nach der Befreiung Österreichs, ändern:
Mit der Gründung der Initiative Niemals Vergessen schuf die Republik Österreich den Rahmen für verschiedene Projekte, die einerseits dazu dienen, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, andererseits zur aktiven Aufarbeitung der Geschichte beitragen.
[top]Elisabeth PENKER: Wo ist Elise Richter, wo ist ...?
Im Arkadenhof der Universität Wien stehen 154 Büsten von wichtigen Wissenschaftlern der Universität Wien (1700-2005). Bedauerlicherweise findet sich unter ihnen keine einzige Frau. Eine temporäre Büste einer anonymen Wissenschaftlerin soll die systematische Ausblendung von Frauen aus der Universitätsgeschichte thematisieren. Alle interessierten Personen sind eingeladen, über die offene Web- Plattform (www.eliserichter.at) mit Wikipedia System und Web Blog, an diesem Diskurs teilzunehmen.
"We can never really change any form of social organisation without challenging all that organisations forms of language…" (Debord)
Within the patriarchal structures of the Arkadenhof at the University of Vienna stand 154 busts of important scientists (1700-2005). Unfortunately, none of these busts are women. Through the placement of a temporary bust of an anonymous female scientist, it declares the absence of them within the history of the university. As well, the anonymous bust embodies the presence of important scientists, who have not yet been given equal representation.
The open web-platform (www.eliserichter.at) allows every user to participate in this discourse, to re-write the history of the university and to re-image the representation of these busts, through a wikipedia system and a web blog.
www.eliserichter.at (online 20.09.2005)
Media Design in cooperation with realitylab
[top]Sascha REICHSTEIN: (un)möglicher Entwurf (einer Zukunft)
Das Leben Bertha von Suttner's war von Engagement und utopischen Idealen, sowie von einem widerständigen Verhältnis zu den herrschenden gesellschaftlichen Ordnungen geprägt. In welchem Verhältnis steht das utopische Denken Bertha von Suttner's zu ihrer gegenwärtigen Rezeption und Repräsentation? Wie kann die Bedeutung der Konflikte zwischen "Realem" und Imaginärem in unserer Gesellschaft anhand ihrer Person dargestellt werden? In „Unmöglicher Entwurf einer Zukunft“ soll mittels eines Geflechts aus Texten und Bildern der Frage nach der Bedeutung dieser Formate, mit denen wir unsere Welt erfassen und gestalten nachgegangen werden.
[top]Florian SCHMEISER: 100 qm Utopie
“100 qm Utopie” setzt hundert Quadratmeter Wiese mitten in die Strasse. Der Eingriff transplantiert ein Stück domestizierter Natur in eine Hauptverkehrsader Wiens, den Gürtel. 10 mal 10 Meter konfrontieren Autofahrer mit einer surrealen Beschneidung ihrer “natürlichen” Wege, Fussgänger mit den Möglichkeiten, die im Stadtraum unter seinen funktionalen Widmungen begraben liegen.
Als “Utopie” behauptet einen Ort, dessen Verwendungszweck offen ist, einen Raum, dem seine kulturelle Bestimmung kurzfristig entzogen wird, um einen Blick auf die von Funktionen verdeckten Möglichkeiten freizulegen.
schudaschmeiser.net
[top]Thomas SCHOISWOHL: kunstplatz matzleinsdorferplatz
Vom Ring zum Gürtel – sozusagen vom Zentrum zu einer Peripherie – gelangen wir vom Karlsplatz zum Matzleinsdorferplatz. An der Grenze zwischen dem fünften und dem, historisch immer wieder gefährlich gezeichneten, zehnten Wiener Gemeindebezirk, liegt der Matz-leinsdorferplatz – ehedem ein schmucker Vorort, heute mitsamt Südtirolerplatz und Südbahnhof an einer Tangente gelegen, welcher wenig Sympathie und viel Schmutziges zur Charakterisierung zuteil wird. Wir empfinden ihn – Falter hin oder her – als schön.
Zwischen dem 23. und dem 25. September 2005 wird der Matzleinsdorferplatz Ort sein für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Themen von Schmutz, Schund, Dreck oder Sauberkeit im Kontext von wiener und österreichischer Politik.
Im Nachdenken über das Verhältnis von Zentrum und Peripherie lassen sich ästhetische wie politische Grundmuster eines kapitalistischen Systems erklärbar machen. So bedingt - wenn wir eine einfach Formel bedienen - die Sauberkeit den Dreck, wie Reichtum Armut produziert. Eine Umverteilung des Drecks sollte angedacht werden.
An diesen drei Tagen wird der Matzleinsdorferplatz raumgebend sein für Filme, für eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Checkpoint Matzleinsdorferplatzes, für musikalische (Noise-) Installationen – ein Fest - oder für eher performativen Aktionismus. Des weiteren stellen am 23. und am 24. September ReferentInnen in kurzen Beiträgen Themenfelder von Überwachung, Graffiti, Repression, kritischer Kunst, feministischer Raumaneignung oder von Rassismus zur Diskussion.
Und die Methode: Der Matzleinsdorferplatz als Baustelle, unsere Baustelle!
Programm unter www.matzleinsdorferplatz.at
Matz ab!
[top]Ruby SIRCAR: filed blank
Ruby Sircars Arbeit filed blank bespricht ein erdachtes und envisioniertes Netzwerk einer Generation. Eine imaginierte Gemeinschaft. Ein zusammenhängendes Archiv gemeinsamer Erinnerungen die es so nicht gibt. Einen Gedankenraum der dieser Generation die Möglichkeit gibt sich auf medialer Ebene zu verständigen und nach aussen hin zu kommunizieren. Es versucht eine gemeinsame Sprache aufzuzeichnen, beispielhaft auch für andere Entitäten einer Gesellschaft.
[top]W. E. G. (Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung): Mobiler KOST-NIX-LADEN
Grauer Alltag in Wien: Gestresste Menschen sind auf der Suche nach Waren bzw. Geld.
Und dann steht plötzlich dieser Bus – das ist der Mobile Kost-Nix-Laden auf einem bel(i)ebten Platz, umgeben von Tischen, voll beladen mit diversesten Gegenständen.
Und alles darf mann/frau sich nehmen, ganz ohne Gegenleistung!
Für die PassantInnen ist das ein wahrer Kulturschock: Denn es ist ein Riss in das gewohnte, von Kauf- und Verwertungszwang geprägte Leben.
Und genau dieser Moment der Irritation ist das eigentliche Kunstwerk!
Geben und Nehmen statt Kaufen und Verkaufen!
www.geldlos.at/
Der Mobile Kost-nix-laden on Tour:
SA, 10. September, 1050 Siebenbrunnenplatz, 12:00 - 16:00
SA, 17. September, 1050 Siebenbrunnenplatz, 12:00 - 16:00
SA, 24. September, 1060 Mariahilferstreasse, 12:00 - 16:00
SA, 01. Oktober, 1060 Mariahilferstrasse, 12:00 - 16:00
[top]INTERNIL: Stimmt nicht mehr
internil interessiert sich für das Sickern von Bauplänen zwischen wirklichen Schichten: Wie bedingt das komplexe Verhältnis von Körperraum, Ichraum, Sozialraum oder Stadtraum meine Handlungsmöglichkeiten? Die Arbeit "stimmt nicht mehr" baut in der Turnhalle der Stadt des Kindes aus einer Regelarchitektur und den Graffitis der ehemaligen BewohnerInnen eine imaginäre Versuchsanordnung für drei SpielerInnen und eine Spielleiterin zum Gelingen und Scheitern von Erziehung auf. Ermöglicht vom Stadt Theater Wien im Rahmen von "In deinem Lager ist Österreich".
Weitere Informationen vie e-mail bei internil anfordern.
[top]Außer Konkurrenz: Ilse CHLAN
utopie : ende : privat
Videoinstallation
Die „Stadt des Kindes“ 2005. Mit diesem Kinderheim wollte die Gemeinde Wien neue Maßstäbe in der Sozialpädagogik setzen. 1969 anlässlich des 50. Jahrestages der (ersten) Republik errichtet, im Gedankenjahr 2005 verkauft.
Zwei Geschwindigkeiten: mit beschleunigtem Schritt werden die Räume durchmessen, mit verlangsamtem Blick den Spuren, den Geschichten nach-gegangen.
Ilse Chlan: Idee, Regie, Kamera
Elise Penzias: Interviews
Doris Schmid: Schnitt
[top]Außer Konkurrenz: Elvedin KLACAR
Achtung Mine!
Die Installation „Achtung Mine!“ demonstriert augenscheinlich die Macht des Vergessens, solange keine unmittelbare Gefahr herrscht gibt es keine persönliche Betroffenheit, solange die Trägheit des Alltags uns in Zufriedenheit wiegt scheint alles in Ordnung zu sein.
Minenwarnungsbänder wandeln Orte zu energetisch aufgeladenen Feldern um und erinnern still an Schreckliches, der öffentliche Raum wird zur machtpolitischen Arena und wir werden zu ahnungslosen Statisten die ihren Lebensraum nicht betreten dürfen.
In meinen Arbeiten wird das Verhältnis Mensch - Raum ausgelotet, die Frage nach Freiheit im öffentlichen Raum erörtert.
[top]Außer Konkurrenz: Sabine OTT
dem eigenen körper entkommt im leben keiner